„Schneider-Fit“ das Gesundheitsprogramm der Firma Schneider Bau aus Fellbach-Oeffingen stärkt Herz und Rücken der Bauarbeiter

Fellbach: Bernd Schneider der geschäftsführende Gesellschafter der Schneider Bau GmbH ist nicht nur der Chef von 12 Mitarbeitern, sondern auch leidenschaftlicher Triathlet. Der Firmeninhaber investiert viel seiner Freizeit für das Training auf dem Rad, im Schwimmbecken und beim Laufen. Eine Leidenschaft, die seine Mitarbeiter, die täglich auf der Baustelle schwere körperliche Arbeit leisten, nicht mit dem Chef teilen wollen.

Als aktiver Unternehmer pflegt Bernd Schneider, gemeinsam mit seiner Frau Lucia Rothwein, ein Netzwerk und trifft sich einmal in der Woche in Stuttgart gemeinsam mit 40 anderen Unternehmern zum Business-Frühstück. Hier lernte er Achim Barth von BARTH Sportmanagement aus Bad Cannstatt kennen. BARTH entwickelt Konzepte die kleinen und mittelgroßen Unternehmen einen einfachen und bezahlbaren Einstieg in das betriebliche Gesundheitsmanagement ermöglichen.

Nach dem Besuch eines von BARTH organisierten BGM-Workshops in Stuttgart, war Schneider klar, die Einführung des BGM-Konzeptes ist ein wichtiger Baustein, damit sein Unternehmen auch zukünftig wettbewerbsfähig bleibt und um die Leistungsfähigkeit seiner Arbeiter bis ins Renteneintrittsalter zu erhalten sowie berufsbedingten Erkrankungen und Verletzungen am Arbeitsplatz präventiv vorzubeugen.

Achim Barth bekam den Auftrag, ein Konzept für sein Bauunternehmen zu entwickeln und einzuführen.

Am Anfang stehen Strategie, Ziele und Analyse – kein Aktionismus

Am Anfang des Projektes stand das Strategiegespräch mit Bernd Schneider und Lucia Rothwein. Hier wurden die Wunschvorstellungen der Inhaber-Familie in konkrete Projektziele heruntergebrochen. Zudem wurden Themen aus dem Bereich des gesetzlich vorgeschriebenen Arbeitsschutzes durchgesprochen.

Im zweiten Schritt folgte die Analysephase. Alle Mitarbeiter wurden im Rahmen eines Gesundheitscoachings interviewt. Zudem wurden in einem kurzen Check-Up Puls, Blutdruck und weitere biometrische Daten der Beschäftigten erhoben und ein Rumpfkrafttest durchgeführt.

Die Analyse-Ergebnisse wurden der Belegschaft präsentiert und die Erkenntnisse aus den Interviews in individuellen Feedback-Gesprächen den Beschäftigten vorgestellt und erläutert.

Maßnahmenplanung, Budget bereitstellen, Maßnahmen umsetzen und systematisches Vorgehen

Vor der Ergebnispräsentation wurde durch BARTH eine Interventionsplanung durchgeführt und als Maßnahmenvorschlag dem Firmenchef vorgestellt. Als geeignete Intervention, unter Berücksichtigung der betrieblichen Voraussetzungen, identifizierte Achim Barth eine Maßnahme des betrieblichen Gesundheitstrainings (BGT) in Kooperation mit einem geeigneten Fitness- oder Gesundheitsstudio. Dieser Vorschlag wurde von Lucia Rothwein und Bernd Schneider akzeptiert und BARTH entwickelte daraufhin das BGT-Programm „Schneider-Fit“ von dem die komplette Belegschaft profitiert.

Betriebliches Gesundheitstraining in Kooperation mit einem Gesundheitszentrum

Zunächst suchte Achim Barth ein geeignetes Gesundheitsstudio im Umfeld der Firma. Hier wurde er mit dem ATLAS Training in Fellbach fündig. Die Mitarbeiter der Firma Schneider Bau erhielten im ATLAS-Training einen umfangreichen Eingangscheck und wurden in das Training an den Kraft- und Ausdauergeräten eingewiesen. Der Trainingsplan ist so aufgebaut, dass er den Belastungen des Arbeitsplatzes entgegenwirkt. Alle drei Monate erhalten die Arbeiter einen Re-Check, um die Wirksamkeit der Maßnahme zu überprüfen.

Wirksamkeitskontrolle und Rückmeldung an den Arbeitgeber

Der Arbeitgeber erhält monatlich einen Report über die Anwesenheit der Belegschaft und eine Bewertung in Ampelform, ob die Maßnahme auch wirksam ist.
Die Kosten für das Training übernimmt der Arbeitgeber, das Training selbst findet aber in der Freizeit statt. Die Termine können hier frei und flexibel gewählt werden.

Nachhaltigkeit. Der Schlüssel zum Erfolg im BGM

Das Programm kommt bei der Belegschaft sehr gut an. 80% der Belegschaft nahm das Angebot in Anspruch. Ein voller Erfolg und eine zufriedene Inhaber-Familie, die selbst mit gutem Beispiel vorangeht und das betriebliche Gesundheitstraining ebenfalls durchführt.

Wozu in die Gesundheit der Mitarbeiter investieren?

Die Firma Schneider Bau ist für die Zukunft gut gerüstet, die Arbeiter sind motivierter und leistungsfähiger und mittelfristig wird sich die Investition in das Programm „Schneider Fit“ amortisieren, denn es lässt sich gar nicht verhindern, dass der . der Firma nach unten gehtMit „Schneider Fit“ hat das Unternehmen auch ein Alleinstellungsmerkmal, dass bei der Suche nach neuen Azubis und ausgelernten Facharbeitern der entscheidende Vorteil sein kann. Viele Kleinunternehmer und Mittelständler fragen sich: „wozu brauche ich denn Betriebliches Gesundheitsmanagement?“. Nun, es gibt einige gute Gründe sich mit dem Thema zu beschäftigen. Als wichtige zu nennen sind:

1. Der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel. Herausforderungen wie der Fachkräftemangel, die Erhöhung des Rentenalters oder das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit (Work-Life-Balance) dominieren immer mehr die arbeitspolitische Debatte.

2. Bereits heute spüren wir im Arbeitsalltag die Herausforderungen, die der demografische Wandel mit sich bringt. Vielleicht haben Sie schon den Begriff der Babyboomer gehört. Die Babyboomer-Generation umfasst die Geburtenstarken Jahrgänge von 1945 bis 1966.

Der letzte Jahrgang der Babyboomer geht, wenn das Renteneintrittsalter gleich bleiben sollte, in 10-15 Jahren in den Ruhestand. Nach den Babyboomern, ab 1967 geht die Geburtenzahl stark nach unten, der Pillenknick mit entsprechender Reduktion der Geburtenrate zieht sich in Deutschland bis heute fort.

Dieser Fakt in der Bevölkerungsentwicklung hat zur Folge, dass in den kommenden Jahren immer weniger Erwerbstätige die Alterssicherung einer hohen Zahl von Rentnern erwirtschaften muss. Dies wird auf Dauer nicht funktionieren. Die sukzessive Erhöhung des Rentenalters wird zwingend notwendig sein, um das Rentensystem zu erhalten. Das Rentenalter kann aber nur erhöht werden, wenn die Arbeitnehmer auch körperlich dazu in der Lage sind.

3. Das duale Ausbildungssystem, ein jahrzehntelanges Erfolgsmodell in Deutschland, steckt in einer schweren Krise. Die Unternehmen finden kaum noch geeignete Auszubildende, insbesondere die Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) können die Ausbildungsstellen nicht mehr adäquat besetzen. Und wenn doch ein guter Azubi gefunden wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser ein Studium an die Ausbildung anhängt, sehr groß.

Was also für Unternehmen über Generationen selbstverständlich war, die Fachkräfte von morgen selbst auszubilden, ist in dieser Form schon heute kaum mehr möglich.

4. Mitarbeiter haben heute höhere Erwartungen an den Arbeitgeber. Flexible Arbeitszeitmodelle, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und moderne Arbeitssysteme sind Faktoren, die ein moderner Arbeitgeber anbieten muss, um auch zukünftig für neue Mitarbeiter attraktiv zu sein.

Betriebliches Gesundheitsmanagement – Eine Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit!

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist, wie der Name schon sagt, ein Managementsystem. Die primäre Aufgabe des BGM ist es, die Prozesse in Unternehmen so zu gestalten, dass die Gesundheit der Belegschaft erhalten und gefördert wird. Die Bausteine hierzu sind der Arbeits- und Gesundheitsschutz, die betriebliche Gesundheitsförderung und das betriebliche Eingliederungsmanagement. Das Fundament des BGM-Hauses bildet die gesunde Führung. Das heißt, zuerst müssen die Führungsstrukturen geschaffen werden, damit gesundheitsförderliche Maßnahmen überhaupt erst in einem Betrieb eingeführt werden können. Die Führungskräfte müssen mit gutem Beispiel voran gehen und Vorbild sein.
Wenn die Führungskräfte keine Anstrengungen unternehmen, die Mitarbeitergesundheit in der Arbeitsorganisation zu berücksichtigen, wird ein BGM nicht erfolgreich sein.

Der Geschäftsführer hat zu beachten, dass zwei Bausteine aus dem BGM-Haus einer gesetzlichen Grundlage unterliegen. Der Arbeitsschutz und das betriebliche Eingliederungsmanagement sind für den Arbeitgeber verpflichtend. Darunter fallen zum Beispiel die Bestellung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit und eines Betriebsarztes für alle Unternehmen ab dem ersten Mitarbeiter. Des Weiteren hat jeder Arbeitnehmer, der mehr als sechs Wochen p.a. erkrankt ist, einen Anspruch auf ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM-Maßnahme).

Nur die betriebliche Gesundheitsförderung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Sie wird jedoch gefördert, zum Beispiel durch Maßnahmen der Primärprävention nach §20 SGB V. Dies kann zum Beispiel eine Rückenschule sein, ein Ernährungskurs oder ein Stressmanagement-Programm sein.

BGM ist keine Frage der Unternehmensgröße

Nun hört man immer wieder Stimmen, BGM kann nur durch größere Unternehmen erfolgreich und nachhaltig umgesetzt werden. Tatsache ist, dass es sich kein großes Unternehmen mehr leisten kann, auf ein professionelles BGM zu verzichten.
Die Belastungen am Arbeitsplatz machen aber vor einer bestimmten Betriebsgröße nicht halt. Ein Bauarbeiter muss schwere Lasten von A nach B transportieren, gleich ob sein Arbeitgeber 3 oder 300 Arbeiter beschäftigt.

Mit dem richtigen Konzept und dem Willen einer Umsetzung funktioniert BGM auch bei Kleinunternehmen. Die Firma Schneider Bau dient hier als gutes Beispiel.

Achim Barth
www.bgm-konzepte.com